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Lokale Suche: Google Places geht in Google+ auf


Google Places wird in Google Plus integriert - was haben Unternehmen davon?
Sie besitzen einen Eintrag, der Ihr Unternehmen in der Kartendarstellung von Google hervorhebt? Dann sind Sie spätestens seit heute morgen stolzer Besitzer einer ‘Google+ Local’ Präsenz - ebenso wie weltweit rund 80 Millionen anderer Nutzer, viele davon lokale Kleinunternehmer. Denn Google hat alle Einträge in Google Plus Seiten umgewandelt, und den Unternehmen so eine (potenziell) schlagkräftige soziale und lokale Präsenz beschert.

Für Google ist der Schritt so folgerichtig wie genial – während große Marken ja quasi reflexhaft Seiten im Google Plus Netzwerk aufgebaut haben, fristete das Netzwerk insbesondere bei kleinen Unternehmen mit knappen Ressourcen ein Schattendasein. Es war schlichtweg unrentabel, in ein Netzwerk zu investieren, wo keine oder zu wenige der Kunden unterwegs sind.

Die neuen Google Plus-Seiten:
Local trifft Social trifft Mobile

Während also Google + ein gut durchdachtes soziales Netzwerk mit (noch) zu wenig Nutzern darstellt, sind die Google Places Einträge zu einem zwar statischen, jedoch unverzichtbaren Bestandteil des lokalen Marketings geworden. Durch die Verbindung der beiden Dienste sind die Tore zur digitalen Präsenz  der Unternehmen mächtig und – im Gegensatz zu Facebook Seiten – kaum noch zu umgehen:

  • Suche in Google: Die lokalen Treffer in der klassische Suche werden optisch aufgebessert und erhalten mehr Gewicht. Die Präsenz in Google Plus, mit all ihren Fotos, Infos und Bewertungen ist nur einen Klick entfernt.
  • Suche in Google Maps: Diese Anlaufstelle ist beliebt für Nutzer, die kurzfristig ein Geschäft suchen und damit schon sehr nah an der Besuchs- bzw. Kaufabsicht sind. Auch diese Gruppe wird mit einem Klick auf den neuen Profilen landen.
  • Mobile Suche: Die häufigsten Anfragen auf mobilen Geräten haben einen lokalen Bezug, was kaum verwundern dürfte. Um so interessanter wird es nun, wenn über die lokale mobile Suche die neuen Google+ Seiten in den Vordergrund gerückt werden
  • Suche in den sozialen Kreisen: Schon jetzt kann man seine Suchergebnisse anhand der Empfehlungen seiner Freunde und Kontakte sortieren. Das mag momentan noch nicht weltbewegend sein, aber die Funktion ist durchaus nützlich und wird langfristig dafür sorgen, dass das Netzwerk an Attraktivität gewinnt.

Google Places wird in Google+ integriert

Was haben lokale Unternehmen
von den neuen Google+ Seiten?

Für lokale Unternehmen war Google Places vergleichbar mit einem Eintrag in den gelben Seiten: durch diesen (kostenlosen) Eintrag konnten sie sicherstellen, dass Menschen im lokalen Umfeld bei der Suche nach ihren Produkten und Leistungen zu ihnen fanden – ob über die normale Suche, in der Kartendarstellung (Maps), oder mobil. Durch die Erweiterung kommt eine soziale Komponente hinzu, die nicht nur der Sichtbarkeit  des Unternehmens in Suchmaschinen hilft, sondern ihm erlaubt, ein Publikum aufzubauen und mit ihm zu kommunizieren.

Mit nunmehr einer Plattform kann der Unternehmer mehrere wichtige Bereiche seines digitalen Marketings steuern:

  • Lokale Werbung: Abgesehen von der Möglichkeit der vereinfachten Werbung mit Anzeigen in lokalen Suchergebnissen ist allein schon die ausgebaute Präsenz ein Faktor, der in Form von lokalen Treffern auf Seite 1 bei Google hervorgehoben wird (die Kartendarstellung erscheint, sobald jemand “Suchbegriff + Ort” eingibt).
  • Suchmaschinenoptimierung: Die Verbindung von Suchergebnissen mit sozialen Signalen aus den Kreisen von Google+ wird wachsen. Das bedeutet, dass Unternehmen schon jetzt damit beginnen sollten, ihre Position in Google zu festigen, und das mit vergleichsweise niedrigem Aufwand.
  • Mobile Internetpräsenz: Die Einträge sind auf Mobiltelefone und Tablets optimiert und enthalten alle wichtigen Informationen sowie Möglichkeiten zur Interaktion. Statt in eine Mobile Website zu investieren, die letztlich doch kaum genutzt wird, können lokale Unternehmen mit niedrigem Budget ihre Zeit hier besser anlegen. Aus diesem Grund empfehle ich Kleinunternehmen eher eine Facebook- und eine Google+ Seite eher als eine spezielle mobile Website.
  • Information: Das neue Profil des Unternehmens ist deutlich umfangreicher, interaktiver und visuell attraktiver als die alten Places-Seiten. Unternehmen können die Seiten für ansprechende Bilder, Coupon-Aktionen, Veranstaltungshinweise, Kundeninfos, uvm. nutzen.
  • Dialog: Echter Dialog ist weder auf den üblichen Websites, noch auf Google Places Einträgen möglich gewesen. Durch die Integration in Google+ steht ein echter Dialogkanal zur Verfügung, bei der sogar die ‘Fans’ via Kommentarfunktion untereinander kommunizieren können.
  • Bewertungen: Google bringt ein eigenes 30-Punkte Bewertungs-System ins Spiel (s. Abbildung unten), das vor allem in der Gastronomie bereits unter dem Namen ‘Zagat‘ eingesetzt wird. Es kann differenzierter beurteilt werden als im klassischen 5-Sterne System, so dass neben Produkt eben auch Service und andere Faktoren in die Bewertung einfließen können. Die Bewertungen wiederum erscheinen in den sozialen Kreisen der Nutzer, so dass Unternehmen hier besonders aufmerksam sein müssen.
  • Empfehlungen: Jede Interaktion mit dem Unternehmen ist automatisch auch eine Empfehlung – zumindest wenn die Interaktion positiver Natur ist. Das bedeutet keinesfalls, dass eine Facebook-Seite damit obsolet ist. Doch hat der sowieso vorhandene Places-Eintrag nun viel größeres Wirkungspotenzial als bisher.

Bewertungen nach dem 30-Punkte System

Der Punkt ist, dass Interaktionen, die von der Frage über ein einfaches “+1″ bis hin zur Bewertung reichen können, immer weitere Kreise ziehen werden. Und das wiederum wird sich auf die Präsenz in den Suchmaschinen auswirken – egal ob am Rechner zu Hause oder mobil.

Stellt sich abschließend die Frage, ob Sie überhaupt ein “Places”-Profil haben? (Prüfen Sie doch zunächst mal hier über die Suche in Maps, ob Sie einen Eintrag haben!) Sehr viele, z.B. Arztpraxen, aber auch Gastronomiebetriebe, haben bislang nicht einmal diesen, so einfach zu erstellenden, kostenlosen und zugleich so wichtigen Eintrag in Besitz genommen, und damit viel Potenzial verschenkt.

Das verschenkte Potenzial ist heute bedeutend größer geworden. Zeit, zu handeln!


PS: Wenn Sie Hilfe bei der Einrichtung und/oder Betreuung benötigen,
kontaktieren Sie mich (Tim Adams / 0221 126 06 534).

7 Kommentare

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  1. coriandreas
    11. Juli 2012 at 5:19 am #

    Ich warte nur noch bis diese Plus-/Social-Blase platzt. Meint Google tatsächlich durch solche stillen Updates ein neues akzeptiertes Produkt/Geschäftsmodell zum Erfolg zu bringen? Demnächst wird dann wohl klammheimlich jeder GMail-Account zu G+ konvertiert. Und? Für mich ein weiterer Reissack, der umgefallen ist. Übrigens: Klammheimlich ist nach dem 57-Sekunden-Gesetz total out. Wie Facebook auch, Tendenz fallend.

    • admin
      11. Juli 2012 at 12:45 pm #

      Danke für das Feedback! Apropos: Gmail-Nutzer sind schon seit einiger Zeit automatisch Google+ Nutzer :-) Zumindest bei Neuanmeldungen… Schwer zu sagen, wohin die Reise geht, aber zum Glück kann das das ja jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, wir befinden uns in einer Phase der ‘Normalisierung’, und dazu gehört auch, dass man nicht mehr unbedingt dabei bzw. aktiv sein muss – zumindest als Privatperson. Jeder, der sich da zurückhält, oder vielleicht wieder ins ‘Real Life’ zurückkehrt, hat mein vollstes Verständnis. Firmen hingegen, die immer noch denken, dass Social Media irgendwann mal vorbei sein wird, erinnern mich an diejenigen, die E-Mail einst für dummes Zeug und vollkommen überflüssig hielten. Die gab’s nämlich auch mal…

      • coriandreas
        28. Juli 2012 at 4:48 pm #

        Naja, E-Mail ist aber bei den meisten Firmen immer noch nicht angekommen. Auf Antworten kann man oft getrost bis zum St. Nimmerleinstag warten… Ich glaub auch nicht daran, dass dies sich daran viel ändern wird, da nur größere Unternehmen überhaupt die Kapazität haben, auch dafür noch bezahlte Arbeitszeit bereitzustellen. Wenn es nämlich darum geht, daß dies auch erwirtschaftet werden soll, wird die Blase platzen, so wie jetzt schon die Aktienträume von Facebook geplatzt sind. Meine Prognose: Die Aktie wird sich wie die anderen New Economy Enterprises bei unter 10 USD einsortieren. Google ist gut beraten, die semantische Suche voranzutreiben und den sozialen Quark zu beenden. Der nächste Geldregen wird wohl erst mit der nächsten industriellen Revolution der flächendeckenden Roboterisierung wieder einsetzen.
        Problem bei Google Places und Google Mail ist aber, dass man sich nicht entscheiden kann: Ich will Mail mit Labelsystem (gibt es Alternativanbieter?), aber kein integriertes Soziales Netzwerk. Auch als Places-Mitglied habe ich jetzt auch keine Möglichkeit mehr, G+ außen vor zu lassen. Ich brauche nur einen Eintrag, auf (evtl. falsche oder gehässige) Kommentare kann ich verzichten. Es ist ja mittlerweile allbekannt (durch Tagesschau &Co.), daß Kommentare als feindliche Kriegsführung benutzt werden, um Konkurrenten auszustechen. Sozusagen, kann ich mich nur für 1 oder 0 entscheiden: Entweder ich nutze Mail bzw. Pages allinclusive oder gar nicht, oder: ich bleibe selbstständig mit all den neuen Widerlichkeiten oder ich suche mir eine andere (abhängige) Beschäftigung. Flexibel und liberal ist das aber nicht.

      • coriandreas
        28. Juli 2012 at 5:27 pm #

        Ich habe jetzt mal meinen Google Maps Eintrag gecheckt und mußte gerade feststellen, daß mein jahrelanger Eintrag regelrecht ausgeschlossen wurde. Jetzt kommt nur noch die Message “Der Standort wird derzeit nicht unterstützt.” Auch in der Maps Suche kann ich meinen Standort nicht mehr finden. Ich kann es einfach nicht glauben. Jetzt werde ich es wohl bei anderen Maps-Anbietern wie Bing oder Nokia versuchen, oder doch noch etwa mit einem Fake-Profil bei Google Plus Local? Was hat Google nur davon??

        • admin
          28. Juli 2012 at 9:57 pm #

          Das ist seltsam – vielleicht kann man den Eintrag ja wieder reaktivieren oder neu erstellen, wenn Sie sich in Places einloggen. Bing & Co sind leider keine Alternative weil dort zu selten gesucht wird. Wenn ich unsere ganzen Statistiken ansehe, kommt Bing nie über einen Anteil von 2-3% hinaus (als Traffic-Quelle). Es wäre also glatte Zeitverschwendung…

          Ich finde, man kann den neuen G+ Local Eintrag durchaus positiv nutzen, denn das Profil ist deutlich aussagekräftiger und ausbaufähiger als die alten Profile aus Google Maps. Und inzwischen kann man das sogar mit einem Anbieter wie Hootsuite managen, und damit alle Social Media Profile ‘unter einem Dach’ beobachten und pflegen.

          Und schließlich denke ich, dass die semantische Suche (an der Google ja auch intensiv arbeitet) nur durch die soziale Komponente richtig gut funktionieren kann. Denn das, was wir suchen, und die Ergebnisse, die wir erwarten, wird auch sehr stark durch unsere soziale Umwelt geprägt.

          Meine Meinung ;-)

          Übrigens interessanter Artikel zur SoMe-’Blase’ heute in der Huffington Post: http://zite.to/NAcomK – Skepsis ist also durchaus angebracht, aber verschwinden wird das Phänomen deshalb nicht…

          Gutes Gelingen mit Ihrem Eintrag!

  2. Rechtsanwalt Markenrecht
    26. September 2012 at 8:34 pm #

    Interessant, kennen, aber nicht überschätzen. Von den mehr als Tausend Erfindern und Geschäftsführern die ich durch meine berufliche Tätigkeit kenne, findet man insgesamt ungefähr fünf auf Facebook. Die anderen 99,5% der Millionäre haben keine Zeit dafür. Kontakte kommen ganz anders zustande und nicht per Klick. Es kommt schon sehr auf die Branche an. Für einen Zahnarzt kann es aber vielleicht etwas Sinn machen. Klicken, denken und kaufen sind ja nicht ganz dasselbe. Zumal man die Systeme alle recht einfach veralbern könnte.

  3. Martin Pierags
    3. Dezember 2012 at 9:35 pm #

    Ich bin mit meinen Google,Plus Seiten fortgeschritten, eine private, zwei geschäftliche Seiten: https://plus.google.com/b/101239636805871834219/101239636805871834219/ das ist die, für die ich Bewertungen von meinen Kunden erhalten möchte. Aber welchen Link kann ich Ihnen schicken, damit Sie mich bewerten können? Bei google Maps hatte ich es geschafft, allerdings wurde ich nicht bewertet, auf Grund fehlender Google Accounts oder weil der Eintrag in mein eigenes Gästebuch einfacher ist.
    Kann mir jemand helfen?
    Beste Grüße

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